Geschäftsbericht 2013

Konjunkturerwartungen.1

Die Stützungsprogramme der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank (Fed) konnten auch im Jahr 2013 die globalen Kapitalmärkte und die Realwirtschaft beruhigen. Sollte es zu keiner erneuten Verschärfung der Staatsschulden- und Bankenkrise kommen, kann sich die weltwirtschaftliche Expansion im Laufe der Jahre 2014 und 2015 weiter beschleunigen. Gestärkt wird dies v.a. durch ein Anziehen des Wachstums in den Industrieländern.

Für Europa sind sich der Internationale Währungsfonds, die Weltbank, die OECD sowie die Konjunkturforscher der EU-Kernländer einig: Der Abwärtstrend ist beendet, die langjährige Wachstumsschwäche wird in 2014 und 2015 überwunden werden. So fällt für unsere wesentlichen Märkte der konjunkturelle Ausblick positiver als vor einem Jahr aus:

  • Für Deutschland wird nach dem moderaten Wachstum in 2012 und 2013 in den kommenden Jahren mit einer positiveren Entwicklung gerechnet. Die Lage am Arbeitsmarkt dürfte sich angesichts der Konjunkturerholung weiter verbessern, sodass die Beschäftigung im Jahr 2014 und 2015 nochmals leicht ansteigen wird.
  • Für die Kernländer Osteuropas werden in 2014 und 2015 teils kräftige Wachstumsraten erwartet.

Für die USA gehen führende Banken und Institute davon aus, dass die Volkswirtschaft in den kommenden Jahren deutlich stärker wächst, da der aus der Haushaltskonsolidierung resultierende Bremseffekt auslaufen und dadurch die Binnenmarktnachfrage anziehen dürfte. Auch auf dem Arbeitsmarkt wird eine weitere Verbesserung erwartet.

Prognose für die BIP-Entwicklung 2014 und 2015.
T 042
in %
  2014
gegenüber 2013
2015
gegenüber 2014
 
Quelle: Oxford Economics, Stand Januar 2014.
Deutschland 1,6 1,7
USA 3,1 3,2
Griechenland (0,5) 1,7
Polen 2,8 3,4
Ungarn 2,2 1,7
Tschechische Republik 2,2 2,9
Kroatien 0,8 2,1
Niederlande 0,3 0,8
Slowakei 2,0 3,5
Österreich 1,5 1,9
Rumänien 1,9 2,5
Großbritannien 2,6 2,4