Geschäftsbericht 2013

Konzern-Anhang.
Grundlagen und Methoden.

Allgemeine Angaben.

Der Deutsche Telekom Konzern (im Nachfolgenden „Deutsche Telekom“ oder „Konzern“ genannt) ist eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche. Die Deutsche Telekom bietet Kunden Produkte und Services rund um das Vernetzte Leben und Arbeiten an. Dabei berichtet die Deutsche Telekom die vier operativen Segmente Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft sowie das Segment Group Headquarters & Group Services.

Die Gesellschaft wurde am 2. Januar 1995 unter der Firma Deutsche Telekom AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 6794) eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Bonn, Deutschland. Die Anschrift lautet: Deutsche Telekom AG, Friedrich-Ebert-Allee 140, 53113 Bonn.

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Diese Entsprechenserklärung kann auch über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) eingesehen werden.

Die Aktien der Deutschen Telekom AG werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.

Der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Geschäftsbericht kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) eingesehen werden.

Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom für das Geschäftsjahr 2013 wurde am 18. Februar 2014 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Bilanzierung.

Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2013 steht jedoch nicht in vollem Umfang mit den durch das IASB veröffentlichten IFRS in Einklang. Das IASB hat im Mai 2011 drei neue IFRS (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12) sowie einen überarbeiteten Standard (IAS 28) zur Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen veröffentlicht (siehe Angaben zu „Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen“). Diese sind gemäß Entscheidung des IASB erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Innerhalb der Europäischen Union sind die Regelungen jedoch erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Im Folgenden wird einheitlich der Begriff IFRS verwendet.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Konzern-Bilanz wurde um ein Vergleichsjahr auf zwei Vorjahre aufgrund der rückwirkenden Anwendung des geänderten IAS 19 „Employee Benefits“ erweitert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung werden Vergleichszahlen für zwei Vorjahre angegeben.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzern-Anhang grundsätzlich detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Die Abschlüsse der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.

Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen.

Die Deutsche Telekom hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr 2013 erstmals angewandt:

T 055
Verlautbarung Titel
 
IFRS 13 Fair Value Measurement
IAS 1 Presentation of Financial Statements
IAS 19 Employee Benefits
IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures
Annual Improvements Project Annual Improvements to IFRSs 2009–2011 Cycle
IAS 36
Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets

Im Mai 2011 hat das IASB den IFRS 13 „Fair Value Measurement“ veröffentlicht. Mit IFRS 13 schafft das IASB einen einheitlichen übergreifenden Standard zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. IFRS 13 regelt, wie zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist, sofern ein anderer IFRS die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (oder die Angabe des beizulegenden Zeitwerts) vorschreibt. Es gilt eine neue Definition des beizulegenden Zeitwerts, die ihn als Veräußerungspreis einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion zwischen beliebigen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen am Bewertungs-Stichtag charakterisiert. Der Standard gilt nahezu allumfassend, lediglich IAS 2 „Inventories“, IAS 17 „Leases“ und IFRS 2 „Share-based Payment“ sind ausgenommen. Während für Finanzinstrumente der Umfang dieser Vorschriften nahezu unverändert bleibt, ist dies für andere Sachverhalte (z.B. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) nunmehr umfassender bzw. präziser geregelt. Die bereits bekannte dreistufige Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts ist übergreifend anzuwenden. Danach ist die Hierarchiestufe, welcher der Vermögenswert bzw. die Schuld in seiner bzw. ihrer Gesamtheit zuzuordnen ist (Level 1, Level 2 oder Level 3), auf Basis des in der Hierarchie niedrigsten Eingangsparameters zu ermitteln. Werden Bewertungsfaktoren aus verschiedenen Levels verwendet, so ist der Vermögenswert oder die Schuld in seiner Gesamtheit dem niedrigsten Level zuzuordnen. Die höchste Hierarchiestufe (Level 1) stellt Eingangsparameter der an aktiven Märkten notierten Preise dar, zu denen das bilanzierende Unternehmen am Abschluss-Stichtag Zugang hat. Auf der zweithöchsten Hierarchiestufe (Level 2) stehen direkt oder indirekt beobachtbare oder ableitbare Eingangsparameter, die keine auf aktiven Märkten notierten Preise nach Level 1 darstellen. Der niedrigsten Hierarchiestufe (Level 3) sind Vermögenswerte oder Schulden zugeordnet, in deren Bewertung mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Eingangsparameter enthalten ist. Die Anwendung des IFRS 13 führt zu erweiterten Anhangangaben im Abschluss der Deutschen Telekom. Die Regelungen wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. IFRS 13 ist prospektiv anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.