Geschäftsbericht 2013

Glossar.

3  4  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  R  S  T  U  V  W  

3

3G. Mobilfunk-Standard der dritten Generation mit höheren Übertragungsraten (siehe UMTS).

4

4G. Bezeichnung für die vierte Mobilfunk-Generation (siehe LTE).

A

ADSL. Siehe DSL.
AT&T-Transaktion. Zur AT&T-Transaktion im Zusammenhang mit T-Mobile USA sowie den Auswirkungen der Auflösung des Kaufvertrags über die Veräußerung der damaligen T-Mobile USA an AT&T siehe Geschäftsbericht 2011 (v.a. Seite 76 und 182 f.).
Access. Zugang zum Internet.
Adjacent industries. Benachbarte Branchen oder Industriesparten, deren Produkte oder Dienstleistungen sich gegenseitig ergänzen.
All IP (All Internet Protocol.) Ein All IP-Netz stellt alle Dienste wie Sprachtelefonie basierend auf dem Internet-Protokoll (VoIP), Fernsehen basierend auf dem Internet-Protokoll (IPTV), Datentransfer usw. jedem Benutzer zu jeder Zeit an jedem Ort zur Verfügung. Die Daten werden hierbei über das Internet-Protokoll (IP) paketvermittelt übertragen.
Android. Bezeichnung für eine Plattform für Mobilfunk-Geräte, die zu einem großen Teil auf Linux und Java basiert. Sie wird von der Open Handset Alliance entwickelt, die von Google initiiert wurde und bei der auch T-Mobile Mitglied ist.
App (Application) (engl.) -- Anwendung/Applikation. Anwendungsprogramme, insbesondere Anwendungen für Smartphones, die über einen meist in das Betriebssystem integrierten Online-Shop bezogen und direkt auf dem Smartphone installiert werden können.

B

Bandbreite. Bezeichnung für den Umfang eines Frequenzbands bei der Datenübertragung. Je mehr Bandbreite, desto schneller die Verbindung.
Big Data. Speicherung, Aufbereitung, Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen.
Bitstream Access (engl.) – Bitstromzugang. Der Bitstromzugang ist ein Vorleistungsprodukt, mit dem alternative Telefongesellschaften Breitband-Anschlüsse realisieren können.

C

CRM (Customer Relationship Management ) (engl.) – Kundenbeziehungs-Management. Bezeichnet die konsequente Ausrichtung eines Unternehmens auf seine Kunden sowie die systematische Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse.
Carrier (engl.) – Überbringer. Bezeichnet einen Betreiber von Telekommunikationsnetzwerken.
Cash Capex. Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) laut Kapitalflussrechnung.
Cloud Computing (engl.: cloud = Wolke). Bezeichnet das dynamische Bereitstellen von Infrastruktur-, Software- oder Plattformleistungen als Service aus dem Netz. Basis für die bereitgestellten Leistungen sind eine hohe Automation und Virtualisierung sowie Multi-Mandantenfähigkeit und Standardisierung der Hard- und Software. Kunden beziehen diese Dienste nach Bedarf und bezahlen nach Verbrauch. Als Kommunikationsinfrastruktur dienen das Internet (Public Cloud), ein Unternehmensnetz (Private Cloud) oder eine Mischform davon (Hybrid Cloud). Dynamic Services ist ein Angebot von T-Systems zum variablen Bezug von ICT-Ressourcen sowie -Leistungen.
Cyber Security. Sicherheit gegen Internet-Kriminalität.

D

DSL (Digital Subscriber Line. ) Im Portfolio der Deutschen Telekom als:
  • ADSL (Asymmetrical Digital Subscriber Line) für private Endkundenanschlüsse: Technik zur Übertragung von hohen Datenraten (Downstream bis 8 MBit/s, Upstream 16 bis 640 KBit/s) auf der üblichen Kupferdoppelader im Anschlussbereich bis etwa drei Kilometer.
  • ADSL2 plus: Weiterentwicklung von ADSL, erhöht die Datenrate auf einen maximalen Downstream von 16 MBit/s und einen Upstream von 1 MBit/s.
  • VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line): Übertragungsverfahren, das sehr hohe Bandbreiten (Downstream bis zu 50 MBit/s, Upstream bis zu 10 MBit/s) auf kurzen Kupferanschlussleitungen bis ca. 500 Meter Länge ermöglicht.
De-Mail (engl.: mail = Brief). Bezeichnung für ein sicheres elektronisches Pendant zur heutigen Briefpost. Mit diesem Dienst können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen Nachrichten und Dokumente sicher, vertraulich und nachweisbar über das Internet versenden und empfangen.
Desktop Services. Global Desktop Services umfassen Service-Leistungen bis zum Outsourcing der IT-Infrastruktur. Die Deutsche Telekom tritt hierbei als Komplettanbieter auf und stellt von der Server-Infrastruktur, über die einzelnen Arbeitsplatz-PCs bis hin zu Applikations-Management und CallCenter-Diensten für Anwender-Support ein integriertes Portfolio rund um die Unternehmens-IT zur Verfügung.
Double Play . Bezeichnet kombinierte Dienstleistungsangebote aus Internet und Sprachkommunikation.
Download (engl.) – herunterladen. Bezeichnet das Herunterladen von Dateien von einem entfernten Server über Netzwerke wie das Internet oder Mobilfunk-Verbindungen auf den lokalen Rechner oder ein anderes Endgerät, z.B. ein Smartphone.
Dynamic Computing. Bezeichnung für ein Angebot von T-Systems zum variablen Bezug von ICT-Ressourcen und -Leistungen.

E

E-TASC (Electronics-Tool for Accountable Supply Chains.) E-TASC ist ein branchenweit eingesetztes Online-Informationssystem zur Quantifizierung der nachhaltigkeitsbezogenen Risiken von Lieferanten. Als Mitglied der Global e-Sustainability Initiative (GeSI) hat die Deutsche Telekom dieses System federführend mitentwickelt und engagiert sich auch bei der Weiterentwicklung.
ERP (Enterprise Resource Planning) (engl.) – Unternehmensressourcenplanung. Bezeichnet die Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen wie Kapital, Betriebsmittel oder Personal möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen und somit die Steuerung von Geschäftsprozessen zu optimieren.
Embedded Systems (engl.) – eingebettete Systeme. Bezeichnet einen elektronischen Rechner oder auch Computer, der in einen technischen Kontext eingebettet ist. Dabei hat der Rechner entweder die Aufgabe, das System, in das er eingebettet ist, zu steuern, zu regeln oder zu überwachen. Oder der Rechner ist für eine Form der Daten- bzw. Signalverarbeitung zuständig, z.B. beim Ver- bzw. Entschlüsseln, Codieren bzw. Decodieren oder Filtern. Eingebettete Systeme verrichten – weitestgehend unsichtbar für den Benutzer – den Dienst in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen und Geräten, z.B. in Geräten der Medizintechnik, Waschmaschinen, Flugzeugen, Kraftfahrzeugen, Kühlschränken, Fernsehern, DVD-Playern, SetTop-Boxen, Mobiltelefonen oder allgemein in Geräten der Unterhaltungselektronik. Im Fall von komplexen Gesamtsystemen handelt es sich dabei meist um eine Vernetzung einer Vielzahl von ansonsten autonomen eingebetteten Systemen (z.B. im Fahrzeug oder Flugzeug).
Entertain. Angebot der Deutschen Telekom für Internet-basiertes Fernsehen (siehe auch IPTV). TV-Signale werden hierbei über die DSL-Leitung transportiert. Diese Übertragungstechnik ermöglicht interaktive Funktionen wie z.B. zeitversetztes Fernsehen oder den Zugang zu einer Online-Videothek.

F

FMC (Fixed Mobile Convergence. ) Technologische und/oder tarifliche Verknüpfung von Festnetz und Mobilfunk.
FTTB (Fiber to the Building oder auch Fiber to the Basement) (engl.) – Glasfaser bis in das Gebäude oder den Keller. Als FTTB bezeichnet man in der Telekommunikation das Verlegen von Glasfaser-Kabeln bis in das Gebäude (den Keller).
FTTC (Fiber to the Curb) (engl.) – Glasfaser bis zum Bordstein. In der FTTC-Architektur erfolgt der Glasfaser-Ausbau nicht flächendeckend bis zu den Wohnungen (siehe FTTH), sondern das Glasfaser-Kabel endet im Kabelverzweiger (grauer Kasten am Straßenrand). Von diesem Anschlussverteiler aus werden die vorhandenen Kupferkabel bis zum Kunden weiterverwendet.
FTTH (Fiber to the Home) (engl.) – Glasfaser bis ins Haus. Als FTTH bezeichnet man in der Telekommunikation das Verlegen von Glasfaser-Kabeln bis in die Wohnung des Kunden.
Festnetz-Anschlüsse. Anschlüsse in Betrieb ohne Eigenverbrauch und ohne öffentliche Telekommunikationseinrichtungen, einschließlich IP-basierter Anschlüsse. In den Darstellungen des zusammengefassten Lageberichts wurden die Summen auf genauen Zahlen berechnet und auf Millionen bzw. Tausend gerundet. Prozentwerte wurden auf Basis der dargestellten Werte berechnet.
Flatrate. Pauschaltarif für die Zugangsmöglichkeit zu einem Netzwerk unabhängig von Zeit und Datenmenge.

G

GHG Protocol. Das GHG Protocol unterscheidet die Treibhausgas-Emissionen nach dem Grad der Beeinflussbarkeit durch das berichtende Unternehmen in die Kategorien „Scope 1“, „Scope 2“ und „Scope 3“:
  • Scope 1 beinhaltet alle direkten Emissionen.
  • Scope 2 deckt alle indirekten Emissionen ab, die z.B. bei der Erzeugung von Elektrizität, Dampf oder Wärmeenergie entstehen, die das Unternehmen von externer Seite bezieht.
  • Scope 3 gilt für alle übrigen indirekten Emissionen im Bereich Logistik, Materialverbrauch, Ver- und Entsorgung. Dies schließt auch die bei Dienstleistungs- und Produktionsunternehmen sowie in deren Vorketten entstehenden Emissionen ein.
GSM (Global System for Mobile Communications.) Globaler Standard für digitalen Mobilfunk.
Gigabit. 1 Milliarde Bits. Maßeinheit für die Geschwindigkeit der Datenübertragung.
Gigabyte. 1 Milliarde Bytes. Maßeinheit für die Speicherkapazität von Datenträgern.
Glasfaser. Transportweg für optische Datenübertragung.

H

HR (Human Resources.) Bezeichnung für das Personal-Management. Umfasst die Summe aller personellen Gestaltungsmaßnahmen sowohl für einzelne Mitarbeiter als auch für Bereiche und das gesamte Unternehmen zur Verwirklichung der Unternehmensziele.
HSDPA (High Speed Downlink Packet Access.) Protokollzusatz, der die Datenraten in UMTS-Netzen verbessert und eine Verbindungsgeschwindigkeit im Megabit-Bereich ermöglicht.
HSPA+. Weiterentwicklung von HSPA mit höheren Übertragungsraten/Bandbreiten. HSPA+ verkürzt die Datenlaufzeiten weiter und ist damit ideal für alle datenintensiven mobilen Anwendungen.
Hosting. Bezeichnet das Bereitstellen von Speicherplatz über das Internet. Die wichtigsten Leistungen eines Internet Service Providers aus dem Bereich Hosting sind Registrierung und Betrieb von Domains, Vermietung von Web Servern (komplett oder teilweise) und Vermietung von Platz in einem Rechenzentrum inkl. Internet-Anbindung, Strom und Notstromversorgung etc.
Hybrid Router. Bezeichnet Router, die die beim Kunden vorhandenen Festnetz- und Mobilfunk-Bandbreiten kombinieren können.

I

IC (Interconnection) (engl.) – Festnetz-Terminierung. Siehe MTR.
ICT (Information and Communication Technology) (engl.) – Informations- und Kommunikationstechnologie.
IP (Internet Protocol.) Herstellerneutrales Transport-Protokoll der Schicht 3 des OSI-Referenzmodells für die netzüberschreitende Kommunikation.
IP-VPN (Internet Protocol-Virtual Private Network.) Ein sog. „Virtuelles Privates Netz“, das als Netzwerk-Protokoll das Internet-Protokoll nutzt, z.B. ein unternehmensinternes Intranet. Damit gestattet das IP-VPN den angeschlossenen lokalen Netzen (LAN) eines Unternehmens den Datenaustausch über einen sicheren Kanal (IP-Tunneling). Auf diese Weise lässt sich z.B. von jedem Internet-Einwahlpunkt der Welt aus auf ein Unternehmensnetzwerk zugreifen.
IPTV (Internet Protocol Television.) Fernsehen basierend auf dem Internet-Protokoll. Mit IPTV wird die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen und Filmen über ein digitales Datennetz bezeichnet. Hierzu wird das dem Internet zugrunde liegende Internet-Protokoll (IP) verwendet.
IT. Informationstechnologie.
Intelligentes Netz. Bezeichnet ein diensteorientiertes zentrales System, das auf ein vorhandenes Kommunikationsnetz aufsetzt und es um intelligente Netzkomponenten und zusätzliche Leistungsmerkmale erweitert.
Internet Service Provider (engl.) – Internet-Dienstanbieter. Im deutschsprachigen Raum auch oft nur Provider genannt, bietet in der Regel gegen Entgelt verschiedene technische Leistungen an, die für die Nutzung oder den Betrieb von Internet-Diensten erforderlich sind.

J

Joint Venture (engl.) – Gemeinschaftsunternehmen. Zur Kooperation mehrerer Unternehmen wird eine Gesellschaft gegründet, an der sich die kooperierenden Unternehmen beteiligen.

K

Kontingentmodell. Langfristig geschlossener Vertrag mit festgelegtem Vorausbetrag und Abnahmekontingent. Im Gegenzug zahlt der Wiederverkäufer ein reduziertes VDSL-Überlassungsentgelt. Auf diese Weise wird er in die Lage versetzt, interessante Angebote für die eigenen Endkunden zu machen, ohne selbst in Glasfaser-Anschlüsse zu investieren. Für die Telekom Deutschland GmbH wird eine verbesserte Auslastung des vorhandenen VDSL-Netzes erreicht. Das bisherige Kontingentmodell befindet sich aktuell in der Weiterentwicklung, um dem Netzausbau in Bezug auf Verfügbarkeit und Bandbreite Rechnung zu tragen.

L

LAN (Local Area Network) (engl.) – lokales Netz. Bezeichnet ein Rechnernetz, das auf ein Firmen- oder Campusgelände begrenzt ist.
LTE (Long Term Evolution.) Die neue Generation der Mobilfunk-Technik 4G nutzt Mobilfunk-Frequenzen, die durch die Digitalisierung des Fernsehens frei geworden sind. Mit den reichweitenstarken Fernsehfrequenzen lassen sich große Flächen mit deutlich weniger Sendemasten als bisher erschließen. LTE ermöglicht Geschwindigkeiten von mehr als 100 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload sowie neue Service-Angebote für Handy, Smartphones und Tablet-PCs.

M

M2M (Machine to Machine) (engl.) – Maschine zu Maschine. Maschinenkommunikation, bei der Maschinen und Automaten automatisch Informationen an den Empfänger versenden. So verschicken z.B. Alarmanlagen im Notfall von selbst ein Signal an den Sicherheitsdienst bzw. an die Polizei.
MTR (Mobile Termination Rate) (engl.) – Mobilfunk-Terminierungsentgelte. Terminierung ist der Transport eines Gesprächs vom Netz z.B. des Wettbewerbers in das Netz der Telekom. Wird das Gespräch in das Mobilfunknetz transportiert, spricht man von Mobilfunk-Terminierung. Wird der Verkehr in das Festnetz terminiert, spricht man von Festnetz-Terminierung oder oft auch einfach von Interconnection (IC). Unter dem Begriff Terminierungsentgelt versteht man den Betrag, den eine Telefongesellschaft bei der Netzzusammenschaltung für die Terminierung eines Gesprächs in ein fremdes Netz zahlen muss.
MVNO (Mobile Virtual Network Operator) (engl.) – mobiler virtueller Netzbetreiber. Dienstleister, die vergleichsweise günstige Gesprächsminuten ohne Gerätesubventionen anbieten und dabei über kein eigenes Mobilfunknetz verfügen, sondern als Service Provider auf die Netzinfrastruktur der großen Mobilfunk-Anbieter zurückgreifen.
MBit/s (Megabit pro Sekunde.) Einheit der Datenübertragungsgeschwindigkeit.
Mobilfunk-Kunden. Im zusammengefassten Lagebericht entspricht jede Mobilfunk-Karte einem Kunden. In den Darstellungen wurden die Summen auf genauen Zahlen berechnet und auf Millionen bzw. Tausend gerundet. Prozentwerte wurden auf Basis der dargestellten Werte berechnet (siehe auch SIM-Karten).

N

NGA (Next Generation Access.) Bezeichnet den Netzzugang der nächsten Generation, d.h. zum IP-Netz, zum Glasfasernetz FTTH und zu 4G-Mobilfunk.
NGN (Next Generation Network) (engl.) – Netz der nächsten Generation. Ein Kommunikationsnetz, das sich durch die Konvergenz herkömmlicher Netze (Telefonnetze, Mobilfunknetze etc.) mit IP-basierten Netzen ergibt. Alle Dienste basieren auf dem IP-Protokoll. NGNs markieren einen fundamentalen Wechsel in der Architektur öffentlicher Netze, indem paketvermittelte Netze die für den Telefondienst optimierten leitungsvermittelten Netze ersetzen. NGNs unterstützen Sprache, Daten und Multimedia und sind eng mit der Verbreitung von Voice over IP (VoIP) verbunden.

O

Outsourcing (engl.) – Auslagerung. Bezeichnet die Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen.

P

PSTN (Public Switched Telephone Network.) Bezeichnet das weltweit verfügbare öffentliche Telefonnetz. Zu seinen Bestandteilen gehören Telefone, Telefonanschlusskabel und die Vermittlungsstellen.
PTC-Transaktion. Zur Einigung mit der französischen Vivendi, der polnischen Elektrim sowie den Gläubigern von Elektrim betreffend PTC und deren Auswirkungen siehe Geschäftsbericht 2010 (v. a. Seite 48) und Konzern-Zwischenbericht 1. Januar bis 31. März 2011 (v. a. Seite 7 und 64).
Postpaid (engl.) – im Nachgang bezahlt. Kunden, die Kommunikationsleistungen im Nachgang der erbrachten Leistung bezahlen (in der Regel auf Monatsbasis).
Prepaid (engl.) – im Voraus bezahlt. Im Gegensatz zu Postpaid-Verträgen voraus bezahlte Kommunikationsleistungen in Form von Guthaben ohne vertragliche Bindung.

R

Rating. Beurteilung der Bonität von Wertpapieren oder Schuldnern durch Rating-Agenturen. Die Deutsche Telekom definiert im Rahmen ihrer Finanzstrategie einen Korridor für das Rating, um den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten sicherzustellen.
Retail. Klein-/Einzelhandel. Im Gegensatz hierzu bezeichnet man das Großhandelsgeschäft auch als Wholesale-Geschäft.
Reverse Factoring. Unter Reverse Factoring wird eine Finanzierung verstanden, die einem Lieferanten den Forderungsverkauf ermöglicht.
Roaming. Bezeichnet die Nutzung eines Kommunikationsendgeräts oder auch nur die Nutzung der Teilnehmeridentität in einem anderen Netzwerk (Visited Network) als dem Heimat-Netzwerk (Home Network). Hierzu ist erforderlich, dass die Betreiber der beiden Netzwerke ein Roaming-Abkommen getroffen sowie die erforderlichen Signalisierungs- und Datenverbindungen zwischen ihren Netzen geschaltet haben. Roaming kommt z.B. zum Tragen bei der länderübergreifenden Nutzung von Mobiltelefonen und Smartphones.
Router. Koppelelemente, die zwei oder mehr Subnetze miteinander verbinden. Darüber hinaus können Router die Grenzen eines Netzwerks erweitern und den Datenverkehr kontrollieren, indem sie fehlerbehaftete Datenpakete nicht weiterleiten.

S

SCM (Supply Chain Management) (engl.) – Lieferketten-Management. Bezeichnet die Planung und das Management aller Aufgaben bei Lieferantenwahl, Beschaffung und Logistik.
SIM-Karte (Subscriber Identification Module) (engl.) – Teilnehmeridentitätsmodul. Chipkarte, die in das Mobiltelefon eingesetzt wird. Diese dient zur Identifikation des Mobiltelefons im Mobilfunknetz. Bei der Deutschen Telekom wird die Zahl der Kunden auf der Grundlage der aktivierten und nicht gechurnten SIM-Karten bestimmt. Im Kundenbestand werden auch die SIM-Karten eingerechnet, mit denen Maschinen automatisch miteinander kommunizieren können (M2M-Karten). Die Churn-Rate (Kundenabgangsrate) wird in unseren Ländern dem lokalen Markt entsprechend ermittelt und berichtet.
SMS und MMS. Der Short Message Service (SMS) ist ein Telekommunikationsdienst zur Übertragung von Textnachrichten, der zuerst für den GSM-Mobilfunk entwickelt wurde und nun auch im Festnetz verfügbar ist. Die Weiterentwicklung des SMS ist der Multimedia Messaging Service (MMS), mit dem unterschiedliche Medien wie Texte, Bilder, Animationen, Video- und Audiosequenzen als eine Nachricht verschickt werden können. Mit SMS und MMS werden neben dem Dienst auch die verschickten Nachrichten selbst bezeichnet.
Serviceumsätze. Serviceumsätze sind von Mobilfunk-Kunden generierte Umsätze aus Diensten (d.h. Umsätze aus Sprachdiensten – eingehenden und abgehenden Gesprächen – sowie Datendiensten), zuzüglich Roaming-Umsätzen, monatlicher Grundgebühren und Visitoren-Umsätzen.
Smart Metering (engl.) – kluges Messen. Der Service umfasst das Auslesen, Verarbeiten, Darstellen sowie Fakturieren des Verbrauchs von Strom, Wasser und anderen Zählern in Industrie und Haushalt. Smart Metering senkt erheblich Kosten und erlaubt den Zugriff auf einen massenmarktfähigen Service. Es eröffnet v. a. Energieversorgern, Messstellenbetreibern und der Wohnungswirtschaft die Möglichkeit, innovative Produkte und Dienstleistungen anzubieten, da es Verbrauchsdaten nahezu in Echtzeit liefert.
Smartphone. Endgeräte, die gleichzeitig Mobiltelefon-, Web-Browser- und E-Mail-Programmfunktionen ausführen können.
Stakeholder (engl.) – Inhaber eines Anspruchs. Der Stakeholder-Ansatz ist die Erweiterung des in der Betriebswirtschaft verbreiteten Shareholder Value-Ansatzes. Im Gegensatz zum Shareholder Value-Prinzip, das die Bedürfnisse und Erwartungen der Anteilseigner eines Unternehmens in den Mittelpunkt des Interesses stellt, versucht der Stakeholder-Ansatz, das Unternehmen in seinem gesamten sozialen Kontext zu erfassen und die Bedürfnisse der unterschiedlichen Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen. Als Stakeholder gelten dabei neben den Shareholdern die Mitarbeiter, die Kunden, die Lieferanten sowie der Staat und die Öffentlichkeit.

T

TAL (Teilnehmer-Anschlussleitung. ) Haben Wettbewerber ihr Netz nicht selbst bis zum Kunden ausgebaut, können sie bei der Deutschen Telekom die Teilnehmer-Anschlussleitung mieten. Das Netz der Wettbewerber endet dabei in den örtlichen Vermittlungsstellen. Die TAL stellt die Verbindung zwischen ihrem Netz und dem Abschlusspunkt in der Wohnung der Kunden dar. Die TAL wird deshalb auch als „letzte Meile“ bezeichnet.
Tablet-PC. Ein flacher, tragbarer Computer mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm, der sich mit einem Stift oder per Fingerstreich bedienen lässt. Die kompakten Multimedia-Geräte ermöglichen den Nutzern, unterwegs oder zu Hause komfortabel im Internet zu surfen, ihre Mails zu bearbeiten, Fotos und Videos zu betrachten, Musik zu hören, zu telefonieren oder elektronische Bücher zu lesen.
TeraStream. Ein erheblich vereinfachtes IP-Netzkonzept, das sämtliche Services, einschließlich traditioneller TK-Dienstleistungen (Sprache, IPTV, Internet-Zugang), aus der Cloud zur Verfügung stellt und nicht wie heute über ein Netz.
Triple Play. Bezeichnet Angebote aus Festnetz-basierten Sprach-, Daten- und TV-Diensten. Auf der Basis von Breitbandnetzen können die Kunden solche IP-basierten Dienstleistungen über eine Leitung nutzen.

U

UMTS (Universal Mobile Telecommunications System.) Internationaler Mobilfunk-Standard der dritten Generation, der mobile Multimedia- und Telematikdienste unter dem Frequenzspektrum von 2 GHz vereinigt.
Utilization Rate. Systems Integration: Quotient aus durchschnittlicher Anzahl fakturierter Stunden und fakturierbarer Stunden pro Periode.

V

VDSL. Siehe DSL.
VPN (Virtual Private Network) (engl.) – virtuelles privates Netz. Ein Kommunikationsnetz, das zum Transport privater Daten ein öffentliches Netz nutzt. Die Verbindung über das öffentliche Netz läuft dabei durch sog. „Tunnel“ und wird üblicherweise verschlüsselt. Allerdings bedeutet der Begriff „Private“ nicht zwangsläufig, dass es sich um eine verschlüsselte Übertragung handelt. Die heute gebräuchliche Interpretation für VPNs sind die IP-VPNs, bei denen die Teilnehmer über IP-Tunnel verbunden sind.
Vectoring. Durch die Vectoring-Technologie werden elektromagnetische Störungen zwischen den Leitungen ausgeglichen – dadurch sind höhere Bandbreiten möglich. Um diesen Ausgleich zu ermöglichen, muss der Betreiber allerdings die Kontrolle über sämtliche Leitungen haben. Das bedeutet: Andere Betreiber können keine eigene Technik an den Kabelverzweigern installieren.
Vernetztes Leben und Arbeiten. Bezeichnet die einfache Handhabung aller persönlichen Daten und Internet-Dienste auf jedem Bildschirm, sei es (Tablet-) PC, Mobiltelefon oder Fernsehgerät. Basis hierfür ist die sichere Speicherung aller Daten im Netz, auf die dann alle Endgeräte über Breitbandnetze zugreifen können.
Visitor. Visitoren sind Kunden internationaler Mobilfunknetz-Betreiber, die Sprach- oder Datendienste in einem Mobilfunknetz der Gesellschaften der Deutschen Telekom nutzen. Der durchgeführte Anruf oder die übermittelten Daten werden über das Netz der jeweiligen Landesgesellschaft in ein anderes Mobil- oder Festnetz im In- oder Ausland oder in das eigene Netz der Landesgesellschaft terminiert.

W

WLAN (Wireless Local Area Network.) Kabellose Funknetze für den mobilen Internet-Zugang. Es können auch mehrere Rechner ohne Kabel untereinander und mit einem zentralen Informationssystem, einem Drucker oder einem Scanner verbunden werden.
Wholesale (engl.) – Großhandel. Bezeichnung für die Abgabe von Leistungen an Dritte, die diese ihren Endkunden direkt oder verarbeitet zur Verfügung stellen.
Wholesale entbündelte Anschlüsse (u.a. IP-BSA Stand Alone (IP-BSA SA).) Vorleistungsprodukt ohne Kopplung an einen PSTN-Anschluss der Deutschen Telekom. Es ermöglicht Wettbewerbern ein All IP-Angebot gegenüber Endkunden. „Stand Alone“ bedeutet „allein stehend“.
Wholesale gebündelte Anschlüsse (IP-Bitstream Access (IP-BSA).) Vorleistungsprodukt, bei dem die Deutsche Telekom dem Wettbewerber DSL-Anschlüsse überlässt und den Datenstrom über ihr Konzentratornetz zum zugehörigen Breitband-Präsenzpunkt (PoP – Point of Presence) transportiert. Am PoP wird der Datenstrom dem Wettbewerber übergeben. Im Gegensatz zum freiwilligen Angebot DSL-Resale ist IP-BSA eine vom Regulierer angeordnete DSL-Vorleistung. Dieses Produkt gibt es gekoppelt an einen PSTN-Anschluss der Deutschen Telekom oder als sog. „DSL Stand Alone“-Variante (siehe Wholesale entbündelte Anschlüsse).
Wohnungswirtschaft (WoWi) Geschäftsmodell. Kooperation zwischen der Deutschen Telekom und Wohnungswirtschaften.